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Glossar: Gästerufsystem, Pager & Ruftechnik in der Gastronomie

20 Begriffe aus der Gastro-Ruftechnik – kurz und ohne Marketingsprache erklärt. Gedacht für Betriebe, die ein Rufsystem planen, und für alle, die korrekt zitieren möchten. Nutzung mit Quellenangabe und Link ausdrücklich erlaubt.

Gästerufsystem
auch: Gästeruf, Gastruf
Funkbasiertes System, mit dem ein Betrieb seine Gäste ruft, sobald die Bestellung fertig ist. Der Gast erhält einen Pager (meist einen Coaster) und wartet, wo er möchte, statt am Tresen anzustehen.
Restaurant Pager
auch: Gäste-Pager
Der Empfänger, den der Gast mitnimmt. Er meldet sich per Vibration, LED und optional Ton. Übliche Bauformen sind Coaster (Untersetzer), Disc und Armband-/Watch-Format.
Coaster-Pager
Flacher Pager in Untersetzer-Form. Stapelbar in der Ladestation, robust genug für Selbstbedienung, Food Court und Biergarten.
Personal-Rufsystem
auch: Kellnerruf, Staff Paging
Ruft nicht den Gast, sondern das Team: Die Küche signalisiert dem Service, dass ein Gericht fertig ist. Der Pager trägt das Personal am Gürtel oder Handgelenk.
Funkrufsystem
Sammelbegriff für alle Rufsysteme, die per Funk statt über Kabel oder Mobilnetz arbeiten. Sender und Empfänger sprechen direkt miteinander.
Aufrufsystem
System, das Wartende in einer definierten Reihenfolge aufruft – in der Gastronomie über Pager, in Logistik und Verwaltung häufig zusätzlich über Anzeigetafeln.
Sendetaster
auch: Transmitter, Basisstation
Das Gerät, an dem der Ruf ausgelöst wird: Tastenfeld an der Ausgabe, Ruftaster am Tisch oder Funkschalter in der Küche.
Ladestation
auch: Charging Base
Aufnahme für mehrere Pager, die gleichzeitig lädt und die Geräte ordnet. Übliche Grössen sind 10, 15 und 20 Plätze.
868 MHz (LPD-Band)
In der EU lizenzfrei nutzbarer Frequenzbereich für Kurzstreckenfunk. Rufsysteme in diesem Band brauchen keine Funklizenz und keine SIM-Karte.
Reichweite
Abstand zwischen Sender und Pager, über den ein Ruf zuverlässig ankommt. Wände, Metall und Stockwerke verkürzen sie; Repeater verlängern sie.
Repeater
Signalverstärker, der den Funkruf weiterreicht. Sinnvoll bei mehreren Etagen, Innenhöfen oder langen Gebäuden.
IP67
Schutzart nach IEC 60529: staubdicht und geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen (1 m, 30 Minuten). Für Pager heisst das: abspülbar, ohne dass Feuchtigkeit ins Gehäuse gelangt.
Vibrationsalarm
Stiller Ruf über einen Vibrationsmotor. In lauter Umgebung zuverlässiger als Ton, in ruhiger Umgebung angenehmer für die Gäste.
Standby-Zeit
Zeit, die ein Pager im Bereitschaftsbetrieb ohne Nachladen durchhält. Sie unterscheidet sich deutlich von der Laufzeit im Dauerbetrieb mit vielen Rufen.
Coverage-Test
Praxistest vor der Einführung: Ein Kollege läuft mit einem Pager alle Bereiche ab, während an der Basis Rufe ausgelöst werden. Zeigt Funklöcher, bevor Gäste sie merken.
Tischnummern-Zuordnung
Verknüpfung von Pager-Nummer und Tisch oder Bestellnummer. Ohne saubere Zuordnung geht der Vorteil des Systems im Service verloren.
Pager-Pool
Anzahl der Pager, die ein Betrieb im Umlauf hält. Als Orientierung dient die Zahl gleichzeitig wartender Bestellungen in der Spitzenstunde, plus Reserve für Ladung und Ausfall.
Datenminimierung (DSGVO)
Grundsatz der Datenschutz-Grundverordnung: Es dürfen nur Daten erhoben werden, die zwingend nötig sind. Ein Pager-Ruf braucht weder Name noch Telefonnummer des Gastes – anders als eine SMS-Benachrichtigung.
HACCP
Hygienekonzept in der Lebensmittelverarbeitung. Relevant für Pager, weil Geräte, die Gäste anfassen, reinigbar sein müssen.
ROI (Amortisation)
Zeitraum, in dem sich eine Investition durch Einsparung oder Zusatzumsatz zurückverdient. Bei Rufsystemen hängt er von Gästefrequenz, Personalkosten und Tischumschlag ab.